Reiseplanung - Es geht auf eine große Reise

Heute geht es mal darum, wie ich meine Reise geplant habe.

 

Vorne weg kann ich schon mal sagen, dass ich meine Reise im Oktober 2015 gestartet habe und die Reise den Sommer davor geplant habe. Ich hatte mir extra den ganzen Sommer für die Planung Zeit genommen, da die Planung nicht im Stress ausarten sollte. Im Endeffekt ging dann meine erste große Weltreise ganze 10 Monate.

Vor der Reise

Im Vorfeld der Reise habe ich mich sehr intensiv mit meinem Reisevorhaben beschäftigt. Natürlich habe ich in diesem Zusammenhang auch unzählige Reiseblogs gelesen. Was eigentlich nur dazu führte, dass ich noch größeres Fernweh bekommen habe. Ich finde Reiseblogs sehr inspirierend und auch sehr hilfreich, um seine Reise zu planen.

 

Die wichtigsten Fragen, die zuerst einmal geklärt werden mussten, waren. Wo sollte es als Erstes hingehen? Wie ist das Klima dort und was sollte man in der Region beachten?

 

Ich hatte 3 Regionen, die ich auf jeden Fall bereisen wollte. Und zwar Australien, Neuseeland und Südostasien. Nachdem ich mir dann das Klima in den verschiedenen Regionen angeschaut habe, habe ich mich dazu entschieden als Erstes nach Südostasien, dann nach Neuseeland und anschließend nach Australien zu reisen. Wie lange ich in Australien bleiben würde und wohin es danach gehen würde, war noch vollkommen offen. 

Flug

Der Flug war das Erste, worum ich mich gekümmert habe. Mit der Buchung meines Fluges wusste ich, dass die Reise wirklich stattfindet und wann es losgeht. Danach habe ich alles Weitere geplant.

 

Für meine Flugsuche verwende ich am liebsten Skyscanner. Für mich ist Skyscanner eines der besten Tools, die es so gibt, um günstige Flüge zu finden. Es gibt die Möglichkeit einer Monatsübersicht, welche die Tage mit den günstigsten Flügen anzeigt. Das ist immer ganz schön um einen ersten Eindruck zu bekommen und zu sehen, an welchen Tagen die passenden Flüge sind. Anschließend gehe ich dann aber trotzdem separat auf die Webseite auf der jeweiligen Airline, um noch einmal die Kosten zu vergleichen.

Gepäck

Beim Gepäck ging es mir darum, so wenig wie möglich mitzunehmen und so mobil wie möglich zu sein. Daher ging es mit Rucksack los. Nun war noch die Frage, was die richtige Größe ist. Ich hatte mich dazu entschieden meine Weltreise in den wärmeren Gefilden der Erde zu verbringen und habe auch beim Planen meiner Reise darauf geachtet, dass es überall Sommer ist, wohin ich reisen werde. Damit brauchte ich keine dicken, schweren Kleidungsstücke mit mir rumschleppen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich auf meiner Reise campen werde, war auch ziemlich gering und zur Not musste dann halt das nötige Equipment unterwegs gekauft werden.

 

Bei meiner ersten Rucksackreise hatte ich noch einen 60-Liter-Rucksack dabei. Damals ging es einen Monat quer durch Europa und ich hatte viel zu viel Zeug dabei. Daher habe ich mich entschieden, von vornherein einen kleineren Rucksack mitzunehmen. Im Endeffekt habe ich mich dazu entschieden, nur mit Handgepäck zu reisen. Ich hatte einen 40-Liter-Rucksack und noch einen kleineren Beutel dabei. Hier gibt es einen Überblick zu den Sachen, die ich während meiner Reise dabei hatte. Ich bin wirklich gut mit dem Gepäck ausgekommen. Es ist wirklich erstaunlich, mit wie wenig Dingen man im Leben auskommen kann.

 

Auch in Zukunft werde ich versuchen nur noch mit Handgepäck zu reisen, da es für mich viele Vorteile hat.

 

Weniger Gepäck = weniger zum Tragen

 

Es kann schon mal vorkommen, dass man sein Gepäck auch eine längere Strecke tragen muss, bis man an der nächsten Unterkunft angekommen ist. Da ist ein leichter Rucksack natürlich von Vorteil. In Minca, einem wunderschönen Bergdorf in Kolumbien, liegt zum Beispiel das Hostel CasaLoma wunderschön auf einem Berg. Das Problem ist, dass man erst einmal 10 min mit seinem Gepäck eine schmale Treppe den Berg hinauf muss. Auch für mich war das eine schweißtreibende Angelegenheit, aber im Vergleich zu so einigen anderen Reisenden, die viel mehr Gepäck dabei hatten, hatte ich es doch noch recht leicht und ich war wirklich sehr froh darüber.

 

Keine Zusatzkosten für das Gepäck beim Fliegen

 

Bei vielen Fluglinien, besonders den Billigfluglinien, wird auf die aufgegebenen Gepäckstücke eine Gebühr erhoben. Wenn die Kosten auf den Flugpreis gerechnet werden, dann sind auch die Billigflüge nicht mehr ganz so günstig. Da kommen schon rund 30 € pro Flug dazu. Ich hingegen konnte fast immer mein gesamtes Gepäck mit an Bord nehmen oder meinen Rucksack direkt am Gate kostenlos einchecken lassen. Dadurch habe ganz schön gespart und konnte zum Beispiel von Brüssel nach Berlin für unglaubliche 9,90 € fliegen.

 

Zeitersparnis

 

Da man das Gepäck nicht am Check-in Schalter aufgeben muss, braucht man auch nicht so früh am Flughafen sein. Einfach online einchecken und am Flughafen direkt durch zur Sicherheitskontrolle. Nach der Ankunft geht es dann auch schneller, da man nicht extra auf sein Gepäck warten muss.

 

Kein Verlust des Gepäcks

 

Dadurch, dass man sein Gepäck immer bei sich hat, verringern sich auch die Chancen das Gepäck zu verlieren. Zum einen kann eingechecktes Gepäck auf Flügen auch schon mal verloren gehen. Zum anderen kann es im Ausland auch mal vorkommen, dass dein Gepäck auf dem Dach des Reisebusses befestigt wird. Da kann es leicht mal passieren, dass der eine oder andere Rucksack runterfällt. Kleinere Rucksäcke kann man dagegen ohne Probleme unter seinen Sitz schieben oder auf seinen Schoss nehmen.

Gesundheit

Vor einer Reise sollte man auch noch einmal beim Arzt vorbeischauen und sich informieren, ob man irgendwelche Impfungen benötigt oder auffrischen muss und gleichzeitig sollte man auch seine Reiseapotheke aktualisieren. Bei exotischen Reisezielen empfiehlt es sich, direkt zum Tropenarzt zu gehen.

 

Außerdem sollte man sich eine Auslandskrankenversicherung zulegen. Ich persönlich war für meine Reise bei der Hansemerkur versichert und war damit sehr zufrieden. Glücklicherweise brauchte ich meine Krankenversicherung nicht wirklich in Anspruch nehmen.

Fix-Kosten Minimieren

Vor meiner Reise habe ich auch versucht, so gut es geht, meine Fix-Kosten in Deutschland zu minimieren. Das heißt, ich habe mein WG-Zimmer untervermietet und meine deutsche Krankenversicherung beendet. Falls man einen Handyvertrag hat, sollte man diesen bei einer längeren Reise auch kündigen. Überlege einfach, was für Kosten du monatlich in Deutschland hast und welche Dinge du nicht während deiner Reise nicht in Anspruch nehmen wirst. Ich habe zum Beispiel auch, meinen Amazon Prime Account im Vorfeld gekündigt.

Während der Reise

Das Planen hört mit dem Beginn der eigentlichen Reise nicht auf. Ich habe versucht nicht zu viel im Voraus zu planen und meine Pläne wurden dann eigentlich immer recht spontan gemacht.

Unterkunft

Vor seiner Reise sollte man sich überlegen, wie viel Budget man zur Verfügung hat. Schließlich bestimmt das Budget dann auch den Reisestandard und ob man nun in Hotels oder dann doch eher in Hostels übernachtet.

 

Da ich flexibel reisen wollte, habe ich meine jeweilige Unterkunft immer recht kurzfristig gebucht. Es gibt auch Leute, die auf gut Glück in einen Ort fahren und dann dort nach Unterkünften suchen. Ich habe dies auch das eine oder andere Mal gemacht, aber ich finde es dann doch deutlich entspannter, wenn man schon weiß, wo man schläft, bevor man in einen neuen Ort kommt. Während meiner Reise hatte ich einen Mix aus Hostels, Airbnb, und Couchsurfing.

Wann, Wohin?

Für mich war die Reiseplanung ein kontinuierlicher Prozess, der sich durch meine gesamte Reise gezogen hat. Natürlich hatte ich am Anfang in der Vorbereitung schon einiges geplant, aber im Endeffekt ist es schön, nicht zu viel zu planen. Besonders bei der Reiseroute. Ich glaube, meine Reiseroute hat sich mindestens 3-4 mal komplett geändert und ich hätte am Anfang niemals gedacht, dass meine Route so sein wird, wie sie schlussendlich war.

 

Man lässt sich einfach treiben und irgendwie findet sich alles. Wenn du schon zu viel im Voraus geplant hast, dann bist du viel weniger flexibel. Du kannst nicht einfach irgendwo länger bleiben oder deinen Aufenthalt an einem weniger schönen Ort verkürzen.

Fazit

Die Reiseplanung hat nie so richtig aufgehört und hat sich auf der gesamten Reise fortsetzt. Mir persönlich macht die Planung sehr viel Spaß und freue mich immer, wenn ich ein neues Reiseziel finde, was spannend klingt und relativ günstig zu erreichen ist. Vor einer längeren Reise sollte man sich trotzdem die nötige Zeit geben, die Angelegenheiten zu Hause zu regeln. Für die Zeit auf der Reise muss dann eigentlich nicht so viel im Voraus geplant werden. Das kann man dann von Tag zu Tag erledigen.

Ich habe mich von der Blogparade zum Thema Reiseplanung, auf dem Philippinen Blog von Urs, inspirieren lassen über das Thema zu schreiben.

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Comments: 1
  • #1

    urs (Friday, 26 August 2016 14:04)

    Vielen Lieben danke Bianca für deine teilnahme an meiner Blogparade. 10 Monate einfach so nichts planen muss erstmal gemacht werden. Ich bruachte einen "festen halt" wenn ich unterwegs bin. Na ja, liegt vieleicht auch am Alter ;)
    Liebe Grüsse
    Urs