Koh Rong Samloem - Willkommen im Paradies

Nach den schönen Tagen in Kep ging es mit Bus und Fähre auf die Insel Koh Rong Samloem. Koh Rong Samloem ist eine kleine Insel, die offiziell der Marine von Kambodscha gehört. Glücklicherweise ist sie auch für Touristen zugänglich. Viele Leute sagen dass die Insel so aussieht, wie Thailand vor 20 Jahren. Alles ist sehr entspannt und ruhig. Es gibt auf der Insel weder Straßen, Geldautomaten, Supermärkte noch Internet. Und alles läuft nach Island-Time. Ich fand es wirklich sehr entspannend für ein paar Tage mal komplett abzuschalten und zu entspannen. 

Über Umweg zum Hostel

Ich hatte schon im Vorhinein eine Unterkunft gebucht und wusste, dass diese in der M'Pay Bucht sein sollte. In der Bucht ist gleichzeitig auch das einzige Dort der Insel. Auf der Webseite des Hostels hatte ich gelesen, dass die Fähre in der Bucht anlegt. Also habe ich ohne groß nachzufragen eine Fährüberfahrt gebucht. Nachdem die Fähre erst auf der größeren Insel Koh Rong anhielt und dort die meisten Leute ausgestiegen sind, ging es nun nach Koh Rong Samloem. Die Fähre hat am Pier angelegt und alle sind ausgestiegen. Ich also auch. Kurz versucht sich zu orientieren und dann nachgefragt wo denn die M'Pay Bucht sei und wie ich dort am Besten hinkomme. Ein, zwei Leute gefragt und die haben mir gesagt ich solle die Leute von der Fähre fragen. Also zurück zur Fähre und nachgefragt. Die haben mir dann gesagt, dass die Bucht auf der anderen Seite der Insel liegt und nur mit Boot erreichbar ist. Sie haben zu einem anderen Pier gezeigt und meinten ich solle dort mal nachfragen. Von dort fährt wohl ein Boot. Der Pier war auf der anderen Seite des Strandes. Also habe ich mir meinen Rucksack geschnappt und bin Richtung Pier gelaufen. Auf dem Weg dorthin war noch ein Tauchshop. Dort habe nochmal nachgefragt was denn der beste Weg zum Hostel ist. Der Inhaber des Shops meinte, dass er auch in dem Fischerdorf wohnt und nach Feierabend mit seinem Boot rüberfährt. Wenn ich warten würde, könnte ich mit ihm mitfahren. Außerdem hat er mir nochmal bestätigt, dass es nicht möglich ist die Bucht über den Landweg zu erreichen. Also habe ich natürlich sofort das Angebot angenommen mit dem Boot mitzufahren. Ich hatte nun noch ein paar Stunden um mir diesen Teil der Insel anzusehen bevor es dann rüber ging. Bei Sonnenuntergang ging es dann mit Boot endlich zum Hostel. Am Hostel angekommen waren die nur verwundert, dass die Fähre nicht an der Bucht angehalten hatte. Und keiner konnte sich so richtig erklären warum. Naja im Endeffekt bin ich ja gut angekommen und hatte sogar noch eine private Bootstour. 

Longboat Kambodscha
Privattour zum Hostels
Longboat bei Sonnenuntergang
Und dabei noch eine wunderschöne Aussicht

Zu Fuß über die Inseln

Langweile kommt auf Koh Rong Samloem selten auf. Tagsüber kann man schwimmen gehen, schnorcheln, die Insel erkunden oder einfach nur in der Hängematte entspannen. Einen Tag haben wir genutzt um die Insel zu Fuß zu durchqueren. Als ich auf der Insel ankam wurde mir ja gesagt, dass ich nicht zu Fuß zum Hostel kommen kann. Es ist doch möglich, allerdings bleibt man dabei nicht ganz trocken und mit einem großen Rucksack ist die Durchquerung so gut wie unmöglich. Zu erst ging es am Strand entlang und dann auf den ersten Pfad durch den Dschungel. Hier war der Pfad noch recht breit und gut erkennbar. Diesen Pfad sollte man bis zur Militärbasis folgen und dann über die Militärbasis ans Wasser. Bis zur Militärbasis haben wir ohne Probleme gefunden. Die Basis hatte allerdings nicht sehr viel von einer Militärbasis, sondern eher was von einem Bauernhof. Man hat auch niemanden großartig angetroffen. Also, sind wir über das Gelände Richtung Wasser. Kurz orientiert und dann gesehen zu welcher Bucht wir als nächstes mussten. Für diesen Teil der Wanderung mussten wir durchs Wasser waten. Den Großteil der Strecke ging das Wasser bis zur Hüfte. An manchen Stellen musste man dann aber doch schwimmen. An der Bucht angekommen wurde erstmal geguckt ob das Dryback seinen Namen aller Ehre gemacht hat. Glücklicherweise sind alle Sachen trockengeblieben. Nach einer kurzen Pause ging es dann auf die letzte Teilstrecke. Das schwierigste war den richtigen Weg durch den Dschungel zu finden. Der erste Versuch ging noch schief, aber beim zweiten mal haben wir dann den richtigen Weg gefunden und sind dann nach mehreren Stunden laufen und schwimmen auf der andere Seite der Insel angekommen. Für den Rückweg haben wir dann das Verpflegungsboot genommen. Das Boot kommt täglich vom Festland und versorgt die Bewohner der Insel mit allen Dingen die sie benötigen. Das Boot hält an den verschiedenen Buchten. 

Dschungel
Der Weg durch den Dschungel
Militärgelände Kambodscha
Die Militärbasis auf der Insel
Wasserfall
Einen Wasserfall gab es auf dem Weg auch noch
Durchs Wasser
Der Teil wäre mit dem großen Rucksack schwierig geworden
Verpflegungsboot
Die Leute beladen ihre privaten Boote mit dem Sachen vom Festland

Und dann noch ein Highlight...

Ein weiteres Highlight auf der Insel ist das leuchtende Plankton. Wenn man nachts ins Meer springt und schwimmt, sieht man um den ganzen Körper herum eine Art gelb-grünes leuchten. Je dunkler die Umgebung desto besser. Man hat das Gefühl, dass bei jeder Bewegung im Wasser tausende von Funken sprühen. Dazu kommt noch ein wunderschöner Sternenhimmel und wenn man noch etwas Glück hat kann man ein paar Sternschnuppen vorbeiziehen sehen. Das war auf jeden Fall eines der Top-highlights meiner bisherigen Reise und da es so schön war, waren wir gleich an 2 Abenden schwimmen.  

Nach ein paar Tagen im Paradies ging es dann wieder aufs Festland zurück und in Richtung Siam Reap um die verschiedenen Tempelanlagen zu bestaunen. 

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