Kambodscha Teil I - Da wo der Pfeffer wächst

Von Ho Chi Minh City ging es mit dem Bus in die Hauptstadt Kambodschas, Phnom Penh. Die Fahrt mit Ausreise Vietnams und Einreise in Kambodscha hat nur gute 6 Stunden gedauert. Später sollte ich noch lernen, wie lange man sich bei einer Ein- und Ausreise in Südostasien aufhalten kann. Die Zeit in Kambodscha war extrem abwechslungsreich und es gibt jede Menge zu entdecken. 

Phnom Penh

Phnom Penh war für mich nur ein Zwischenstop. Die Stadt an sich ist nichts besonderes. Es herrscht das übliche Chaos wie in jeder asiatischen Großstadt. Dafür ist die noch recht junge Geschichte umso interessanter und erschreckender. In meiner Zeit in Phnom Penh habe ich mir die Killing Fields und das ehemalige S21 Gefängnis der Roten Khmer angesehen. Beides waren sehr erschreckende Orte, in denen über die blutige Herrschaft von Pol Pots und seiner Roten Khmer berichtet wurde.

Kampot

Kampot stand ursprünglich nicht auf meiner Liste von Orten, die ich in Kambodscha besuchen wollte. Ehrlich gesagt hatte ich vorher auch noch nie von Kampot gehört. Während meinen letzten Tagen in Vietnam haben aber mehrere davon erzählt und dass es auf jeden Fall einen Besuch Wert ist. Also bin ich von Phnom Penh in Richtung Kampot gefahren, um dort ein paar Tage zu verbringen. Ich hatte erstmal für 2 Nächte geplant und wollte sehen wie es mir gefällt. Lange Rede kurzer Sinn, mir hat es dort super gefallen und ich habe meinen Aufenthalt dort gleich mal verlängert und ich hätte dort auch noch länger bleiben können.

 

Kampot ist ein kleines, nettes Städtchen am Fluss gelegen, nicht weit vom Meer. Die Stadt an sich ist sehr überschaubar. Am Fluss entlang gibt es etliche Restaurants und Bars wo sich Abends das Leben abspielt. In meinen Tagen dort habe ich mir einen Motorroller ausgeliehen und habe mir viel in der Umgebung angesehen. Zu einem bin ich in den Bokor Nationalpark gefahren. Der Park liegt auf einem Berg. Dort befindet sich auch die verlassene Bokor Hill Station, welche in 20er und 30er Jahren ein französisches Resort war. Das Hauptgebäude der Anlage ist noch gut erhalten und man kann sich ohne Probleme das Gebäude ansehen. Von den verschiedenen Terrassen und Balkonen des Gebäudes hat man eine ausgezeichnete Sicht auf die Umgebung und man kann sich gut vorstellen wie es sich hier die französischen Kolonialleute gut gehen lassen haben.

Ein anderer Ausflug ging nach Kep. Kep ist ein Ort an der Küste und bekannt für seinen Krebsmarkt. Dort gibt es jede Menge an frischen Fisch und Meeresfrüchten und wie der Name halt schon sagt, besonders viele Krebse. Dort musste ich mir natürlich auch ein paar frische Krebse zum essen kaufen. Die Krebse werden direkt vor der Küste, nur ca. 20m vom Markt entfernt, gefangen und dann vor deinen Augen gekocht. Frischer geht es also nun wirklich nicht. Und die Preise sind natürlich auch unschlagbar.

Danach ging es dann noch auf eine Pfefferfarm. Ja genau, ich war also dort wo der Pfeffer wächst. Der Besuch auf der Farm war sehr interessant. Uns wurde gezeigt wie und wo der Pfeffer wächst und wie er dann weiterverarbeitet wird und wie die verschiedenen Pfeffer Sorten (schwarzer, weißer und roter Pfeffer) entstehen. Was ganz interessant ist, ist das alle 3 Sorten von der gleichen Pfefferpflanze stammen. Kampot galt früher, vor den Kriegen, als beste Pfefferregion der Welt.


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